Sahariennes

Sahariennes

psychedelische hypnotische Grooves aus Algerien, Marokko und Mauretanien

Erst im vergangenen Jahr entstand das Projekt Les Sahariennes, das vier renommierte Sängerinnen zusammenführt, mit dem Ziel, die besondere Kunstfertigkeit von Musikerinnen aus den benachbarten Sahara-Länder Algerien, Marokko und Mauretanien zu feiern. Abseits der Konflikte, die allzu oft die Beziehungen zwischen ihren Ländern bestimmen, bringen die vier außergewöhnlichen Sängerinnen Noura Mint Seymali, Malika Zarra, Souad Asla und Dighya Mohammad Salem das gemeinsame musikalische Erbe der Sahararegion auf die Bühne, um ihre Solidarität zu bekräftigen und geeint gegen die Schwierigkeiten der Geopolitik einzutreten.

Ob Amazigh, Tuareg, Griot oder Gnawa – das musikalische Erbe der Nachbarländer der Sahara zeigt viele musikalische Verwandschaften. Die fabelhafte Noura Mint Seymali aus Mauretanien entstammt einer berühmten Griot(erzählende Musiker-) Familie und veröffentlichtseit 2014 auf dem renommierten Label Glitterbeat. Ihre Musik verbindet psychedelisch hypnotische Grooves mit klassisch mauretanischen Elementen.

Die Sängerin Malika Zarra stammt aus dem Süden Marokkos und lebte und wirkte lange in New York. Ihre Musik ist sowohl im traditionellen Chaabi wie auch im Jazz zu Hause. Souad Asla wurde in der Wüstenstadt Bechar, im Süden Algeriens geboren. Mit ihrer Musik fördert sie seit jeher die reichen Traditionen ihrer Heimat
und führt die Klänge von Diwan, Malhoun, Zeffani und Gnawa mit der Musik des nordafrikanischen Exils zusammen, lebt sie doch selbst mittlerweile seit 20 Jahren in Paris. Dighya Mohammad Salem wurde 1966 in Dakhla in der Western Sahara geboren und wuchs in einem Flüchtlingslager in Algerien auf. Mit der Sarahoui-Band Shaheed El Wali tourte sie international und lebt inzwischen in Frankreich. Begleitet werden sie von Jeiche Ould Chighaly (Gitarre, Tidinit), Mohamed Abdennour (Guembri, Mandole, Karkabou), Anne-Laure Bourget (Percussion, Darbouka, Daf ) und Mohammed Menni (Percussion, Cajon, Darbouka).

29. Juli· Annahof